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Mehr Verdienst in der Niederlassung

Im Vergleich zur Anstellung im Krankenhaus schneidet die selbstständige Niederlassung in fast allen Punkten besser ab: mehr Einkommen, flexiblere Arbeitszeiten, keine Dienste, Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Der Beruf des Arztes gilt als Traumberuf, nicht zuletzt deshalb, weil damit ein hohes Einkommen verbunden wird. Viele junge Ärzte ziehen eine Anstellung im Krankenhaus der Selbstständigkeit vor, weil sie mit der Niederlassung in eigener Praxis ein finanzielles Risiko verbinden. Diese Angst ist unbegründet. Im Vergleich zur Anstellung im Krankenhaus schneidet die selbstständige Niederlassung in allen Punkten besser ab: mehr Einkommen, flexiblere Arbeitszeiten, keine Dienste, Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Familienleben steht an erster Stelle

Diese Bedingungen passen ideal zu den Prioritäten junger Menschen, die sich in Richtung Work-Life-Balance verschieben. So zumindest das Ergebnis einer Studie der Deutschen Apotheker- und Ärztebank. Ein hohes Gehalt ist immer noch wichtig, aber für 91 Prozent der jungen Ärzte stehen das Familienleben und die Partnerschaft an erster Stelle, gefolgt von finanzieller Sicherheit und dem Wunsch, den Menschen helfen zu wollen. Nach Freizeit und persönlicher Fitness liegt das Einkommen mit 58 Prozent an sechster Stelle, die Karriere kommt dabei sogar nur auf 45 Prozent.

Niederlassung ist eine gute Wahl

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Interessen und Werte heute ganz anders aussehen als noch vor 20 Jahren. Beruf und Familie miteinander in Einklang zu bringen, ist aber bei einer Festanstellung im Krankenhaus gar nicht so einfach. Viel leichter lässt sich dies als niedergelassener Arzt in der ambulanten Versorgung verwirklichen. Angesichts der historisch niedrigen Bankzinsen und zahlreichen auf dem Markt zur Verfügung stehenden Praxen ist eine Niederlassung zum jetzigen Zeitpunkt eine gute Wahl.

Flexible Arbeitszeitgestaltung

Entgegen der verbreiteten Meinung lässt es sich als selbstständiger Arzt sehr gut leben und man steht finanziell im Vergleich zum Gehalt im Krankenhaus oft besser da. Vor allem bietet die eigene Praxis deutlich mehr Flexibilität und ist nur mit einem verschwindend geringen Insolvenzrisiko behaftet. Wer glaubt, dass der niedergelassene Arzt eine 60-Stunden-Woche absolvieren muss, der irrt. Ganz im Gegenteil, denn durch verschiedene Möglichkeiten der kooperativen Berufsausübung lässt sich die Arbeitszeit individuell gestalten, zum Beispiel in einer Berufsausübungsgemeinschaft (früher Gemeinschaftspraxis genannt). Auf dem Weg in die eigene Praxis unterstützt die IWG Ideenwelt Gesundheitsmarkt, die als Strategieberater der richtige Ansprechpartner ist und beim Start in die Selbstständigkeit hilft.

Flexibilität ist sogar über Ortsgrenzen hinaus durch eine überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft möglich. Diese und weitere Optionen eröffnen Ärzten und Ärztinnen viele Vorteile und sorgen dafür, dass individuelle Vorstellungen im Hinblick auf Einkommenserwartungen und Work-Life-Balance verwirklicht werden können.

Andrea Ulrich

Als Journalistin kümmert sie sich um den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der IWG, verfasst Pressetexte und plant Veranstaltungen ...

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