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"Endlich mal meine Familie sehen"

Dr. Thomas Riepen (50) ist Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und hat seit 2012 eine eigene Praxis in Weilburg. Für das MEDZENTRUM Weilburg, das sich aktuell noch im Bau befindet, ist er der Spiritus rector. Nach Fertigstellung des Ärzte- und Gesundheitszentrums wird er mit seiner Praxis in den Neubau umziehen. Bis dahin praktiziert Dr. Riepen in seiner Praxis in der Konrad-Adenauer-Str. 2, mehr Infos unter www.frauenarzt-riepen.de.

Im Interview mit der IWG beschreibt er seinen Weg von der Klinik in die eigene Praxis. Auf allen Stationen dieses Weges wurde Dr. Riepen von unserer Unternehmensgruppe, dem MEDZENTRUM-Netzwerk, begleitet. Sein Fazit: "Das war die beste Entscheidung meines beruflichen Lebens."

Dr. Thomas Riepen (Privatfoto)

IWG: Herr Dr. Riepen, Sie haben sich im Jahr 2012 in eigener Praxis niedergelassen. Was waren Ihre Motive?
Dr. Riepen: Es war ein spontaner Weg in die Niederlassung. Ich war zu der Zeit zufrieden mit meiner Stelle als Oberarzt in der Gießener Uniklinik. An eine Niederlassung habe ich gar nicht gedacht.


IWG: Das heißt, der Arbeitsalltag im Klinikum hat sie nicht belastet?
Dr. Riepen: Nein, ich habe ihn nicht als belastend empfunden, ich kannte ja nichts anderes als das Krankenhaus.


IWG: Wie kam dann der Sinneswandel?
Dr. Riepen: Das war kein Sinneswandel, ich glaube, mir war nur nicht bewusst, dass ich mich niederlassen will. Eines Morgens beim Frühstück brachte meine Frau das Hessische Ärzteblatt und zeigte auf eine Anzeige. Da wurde ein Nachfolger für eine bereits vakante Frauenarztpraxis gesucht. Ich hab da angerufen und mich mit dem Arzt getroffen, der die Sicherstellung für den Sitz übernommen hatte. Und der brachte zu dem Termin gleich seinen Anwalt mit. Das war Dr. Oliver Bechtler. Binnen 48 Stunden habe ich mich für die Praxis entschieden.


IWG: Wie sehen Sie heute diese Entscheidung?
Dr. Riepen: Es war die beste Entscheidung meines beruflichen Lebens. In der Praxis kann ich meine Medizin machen, nach meinen Vorstellungen arbeiten. Gute Basismedizin, am Patienten orientiert und nicht an den Zielvorgaben einer Geschäftsführung. Außerdem konnte ich endlich mal meine Familie sehen!


IWG: Haben Sie denn in Ihrer eigenen Praxis nicht viel mehr arbeiten müssen als in der Klinik? Als Praxisinhaber ist man ja nicht nur Arzt, sondern muss auch noch die Rollen des Arbeitgebers und des Unternehmers ausfüllen.
Dr. Riepen: Es war natürlich alles neu für mich. Meine Praxis war ja die erste Frauenarztpraxis, die ich von innen gesehen habe! Aber man kann als Praxisinhaber alles viel besser koordinieren. Ich arbeite als niedergelassener Arzt nicht weniger als in der Klinik, aber ich bestimme die Zeiten, wann ich arbeite.


IWG: Sie gelten als Initiator des MEDZENTRUM Weilburg und werden mit ihrer Praxis in das neue Ärztehaus umziehen, wenn es fertig ist. Wie kam es dazu?
Dr. Riepen: Ich kannte ja den Dr. Oliver Bechtler von der Kanzlei HFBP, der mich bei der Praxisübernahme begleitet hatte. Und über ihn habe ich das ganze Firmennetzwerk kennengelernt: Christian Pausch von der GSB macht meine Steuern, mein Versicherungsexperte und Berater in Sachen Altersvorsorge ist Thomas Glade. Er war es auch, der das Thema Ärztehaus aufs Tapet brachte. Und Alexander Bechtler als Sprecher des MEDZENTRUM-Netzwerks hat dann das Projekt mit der IWG-Projektentwicklerin Ina Hampel auf den Weg gebracht.


IWG: Herr Dr. Riepen, was macht für Sie das MEDZENTRUM-Netzwerk aus?
Dr. Riepen: Hohe Kompetenz und gänzlich unbürokratische Strukturen. Ich bin mit jedem einzelnen aus dem Team tief zufrieden – auch außerhalb des Professionellen.

Andrea Ulrich

Als Journalistin kümmert sie sich um den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der IWG, verfasst Pressetexte und plant Veranstaltungen ...

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